SuKK Untertraubenbach

1. Vorstand:

Daniel Zimmermann

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Von Walter Dendorfer(2. Bürgermeister)

Volkstrauertag 2020

15. Oktober 2020, Volkstrauertag, wir gedenken der Toten und der Vermissten aus den beiden Weltkriegen.

Wir befinden uns in einer Zeit, die nicht so ist, wie in den letzten Jahren.

Unsere Generation erfährt eine unübliche Zeit, wir befinden uns in Zeiten des Klimawandels und werden gegeißelt von einer unangenehmen Pandemie.

Müssen wir dieser Pandemie respektvoll begegnen und uns verantwortungsbewusst verhalten?

Ich finde „Ja“,

aber befinden wir uns in einer sehr schlimmen Periode der Menschheit.

Ich sage „Nein“.

 

Man stelle sich vor, wir sind nicht nach dem 2. Weltkrieg geboren,

nein wir sind im Jahr 1900 geboren.

Dann hätte unser Leben böse und schlimme Zeiten erfahren müssen.

Mit 14 Jahren hätten wir den Beginn des 1. Weltkrieges erleben müssen.

 Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben.

 Mit 20 Jahren wären wir der Spanischen Grippe ausgesetzt gewesen.

Krankheit: Influenza

Bestätigte Infizierte: 500 Mio. (Schätzung)

Enddatum: 1920

Anzahl Der Toten: 50.000.000

Startdatum: 1918

 

Bis wir 30 Jahre alt waren befanden wir uns mitten in einer schweren Weltwirtschaftskrise und bis wir 40 Jahre alt wären, müssten wir uns im nationalsozialistischen Deutschland zurecht finden, bis wir in diesem Alter im 2. Weltkrieg ( 60 Mio. Tote) im Schützengraben und vielleicht bis zum 50 Lebensjahr in Kriegsgefangenschaft waren.

 

Geschunden vom Leben mussten wir in den letzten Lebensjahren das zerstörte und vernichtete Deutschland wieder mit aufbauen.

 

Das ist die Wirklichkeit und um diese Zeit nicht zu vergessen, gedenken wir heute diesen Menschen, die versucht haben ihr Leben zu meistern, um schließlich in den Weltkriegen getötet zu werden.

 

Sie sind Helden, bis heute, keine Helden im Sinne des Nationalsozialismus, sondern solche der Zeit, die sich für die Staatsmacht opfern mussten.

Heldinnen und Helden sind heute z.  B. auch Krankenschwestern und Pflegerinnen und Pfleger.

 

Lange Zeit waren diese Ereignisse in den Hintergrund gedrängt, die Bundeswehr war ohne Auslandseinsätze eine Friedensorganisation.

Mittlerweile sind sie wieder in vieler Ländern als Stabilisator eingesetzt. In Litauen, in Mali und anderen Ländern.

 

Vermutlich wird sich das nicht so schnell ändern und wir sind gut beraten auch in Zukunft aus der Vergangenheit zu lernen und die Opfer der Vergangenheit zu ehren und nicht zu vergessen.

Deswegen gedenken wir auch jedes Jahr am Kriegerdenkmal.

Die Welt wird wieder unberechenbarer, was die täglichen Meldungen der Medien zeigen.

 

Andersgläubige die auf dem Dach einer Kirche das Kreuz wegreißen, Marienstatuen den Kopf abschlagen, Aktionskünstler die dafür gefeiert werden, dass sie ein Eisenbahnerdenkmal in München verunstalten, Andere, die alte Denkmäler umstürzen oder entfernen.

 

Allen Krieger- und Soldatenvereinen sei angeraten, derartige Machenschaften nie hinzunehmen, den diese Verantwortung in Stein geschrieben, muss unser Auftrag für immer sein.

 

Geschichte lässt sich nicht auslöschen, aber wer nicht daraus gelernt hat, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

 

 

 

Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet die Abkehr vom Hass, bedeutet die Hinkehr zur Liebe, und unsere Welt hat Liebe not.

Reichstagspräsident Paul Löbe während der Gedenkveranstaltung im Reichstag am Volkstrauertag 1922

 

 

 

Als die Pharisäer Jesus nach dem vornehmsten Gebot im Gesetz  fragten, antwortete er:

 

"Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte."

Dies ist das vornehmste und größte Gebot.

 Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

 

Diese uralte Überlieferung und die Erfahrungen aus dem letzten Jahrhundert und die Situation in der Gegenwart sollten uns immer bewusst und gegenwärtig sein.

 

Gedenken wir unseren Vorfahren und behalten wir uns den gerechten Sinn für unsere Gesellschaft.

 

2018